Bain-Studie zum Risikomanagement der Finanzbranche

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In den zehn Jahren seit der globalen Finanzkrise haben die Banken und ihre Aufsichtsbehörden zunehmend die Notwendigkeit des Risikomanagements erkannt. Während die Kreditinstitute ausgefeilte Systeme zur Steuerung finanzieller Risiken entwickeln, haben sie jedoch Mühen, effektiv mit operationellen Risiken umzugehen.

Komplexe, miteinander verknüpfte Faktoren – wie bewusstes und unbewusstes menschliches Fehlverhalten, Organisationsstrukturen und -prozesse, die IT, und kulturelle Hintergründe – treiben operationelle Risiken. Banken mit einer erfolgreichen Herangehensweise schaffen deswegen eine Risikokultur, die neben klassischen formalen Elementen für Governance und Kapitalanforderungen auf kontinuierlichem Lernen aus Fehlern basiert. Vielerorts setzen Banken zudem auf technische Lösungen. Insbesondere Datenanalysen und maschinelle Lernverfahren machen es leichter, Schwachstellen automatisiert aufzuspüren. Gehen Banken integriert und proaktiv mit dem Management von operationellen Risiken um, trägt das neben einer unmittelbaren Verbesserung der Kostenstruktur dazu bei, im schlimmsten Fall existenzgefährdende Fehlschläge zu verhindern oder zumindest deutlich unwahrscheinlicher zu machen.