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Erfolgreiche Zusammenschlüsse durch Kommunikation und Konstanz

22.02.2008 - München. In ihrer aktuellen M&A-Studie zeigt die Unternehmensberatung Bain & Company klar auf, dass nur drei von zehn Transaktionen einen tatsächlichen Mehrwert erzielen. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet vor allem der Integrationsprozess nach einem Zusammenschluss.

Integration und Kommunikation sind häufig unterschätzte Erfolgsfaktoren von Fusionen und Übernahmen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle M&A-Studie der Unternehmensberatung Bain & Company. Demnach gelingt es nur drei von zehn Deals, einen tatsächlichen Mehrwert zu realisieren. Ein Grund besteht darin, dass über die erste Euphorie der erhofften Vorteile der Umgang und die Kommunikation mit den Mitarbeitern vernachlässigt werden.

Als Datenbasis für die Bain-Analyse dienten 60 europäische Deals, die zwischen 2000 und 2005 bekannt gegeben wurden und ein Volumen von mehr als 750 Millionen Euro aufwiesen. Hinsichtlich der Erfolgsbewertung einer Transaktion wurde die Aktienrendite des Käufers in Relation zum jeweiligen Leitindex gesetzt und anhand der Performanz abgeglichen. Im Ergebnis eint alle gelungenen Zusammenschlüsse die Fähigkeit, während des Integrationsprozesses klare Entscheidungsstrukturen zu etablieren, hervorragende Umsetzungs- sowie überzeugende Führungsarbeit zu leisten.

Um aufkommenden Ängsten der Mitarbeiter und der Abwanderung von Leistungsträgern im Rahmen eines Restrukturierungsprozesses entgegenzuwirken, bedürfen alle kommunikativen und begleitenden Maßnahmen der größtmöglichsten Stringenz und Glaubwürdigkeit. Denn die schlüssige Erklärung von Sinn und Zweck einer Übernahme beantwortet die häufigste Frage der Mitarbeiter, in welcher Struktur, Organisationsform und Personalstärke das neue Unternehmen geführt werden soll. „Nur durch differenzierte interne Kommunikation und konkrete Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung können tief sitzende Zweifel zerstreut werden“, erläutert Dr. Franz-Josef Seidensticker, Managing Director bei Bain & Company in Deutschland.

Auch die frühe Etablierung von effizienten Entscheidungsstrukturen und die Erstellung von eindeutigen Regeln sind notwendig, um Wertetreiber schnell und wirkungsvoll in die laufenden Prozesse einzubinden. „Nur durch die klar Zuweisung von Verantwortlichkeiten kann ein neu geschaffenes Unternehmen möglichst rasch zu einem leistungsfähigen Organismus zusammenwachsen“, so Seidensticker.

Besondere Herausforderungen ergeben sich im Fall von grenzüberschreitenden Zusammenschlüssen. Hier ist darauf zu achten, dass beide Länder in den Führungsgremien repräsentiert sind und auf nationale Befindlichkeiten Rücksicht genommen wird. Oftmals hilft die Installation eines Integrations- bzw. Change Management-Teams bei der Vermeidung kultureller Differenzen. „Wirklich wichtig ist Kontinuität, egal ob die Führungsgremien verschlankt, in alter Stärke beibehalten oder international besetzt werden. Denn je länger der Vorstand eines neu geschaffenen Unternehmens erhalten bleibt, desto besser“, betont Seidensticker.

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